Watch out for drop out! Die neue Studie by LEA

Am 18. September 2025 wurden in Wien erstmals die Ergebnisse der neuen LEA Studie „Watch Out for Drop-Out!“ vorgestellt. Die Präsentation erfolgte in Anwesenheit von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (BMFWF) und wurde im Anschluss in einer Podiumsdiskussion mit Expert:innen vertieft.

Signifikantester MINT-Bildungsabbruch zwischen Schule und Studium

Entlang der Bildungskette zeigt sich, dass die meisten MINT-Bildungsabbrüche bei Frauen zwischen dem Abschluss einer MINT-BHS und dem Beginn eines MINT-Studiums auftreten – die Abbruchquote liegt hier bei 85 %. Während 33 % der Männer nach einer MINT-BHS ein MINT-Studium aufnehmen, sind es bei Frauen nur 15 %. Dementsprechend schließen lediglich 3 % aller Frauen, die eine MINT-BHS begonnen haben, auch ein MINT-Studium ab (Männer: 7 %).

Auffallend ist, dass Frauen in allen anderen Bildungsbereichen durchweg höhere Erfolge erzielen, im MINT-Bereich jedoch hinter den Männern zurückbleiben. Als Gründe für die Bildungsabbrüche gaben die befragten Frauen an, ihre Ausbildung als belastend zu empfinden, von geschlechtsspezifischer Andersbehandlung betroffen zu sein, negative Erfahrungen im sozialen Umfeld (durch Lehrpersonen und Klassenkamerad:innen) gemacht zu haben und ihre eigene Kompetenz als unzureichend wahrzunehmen.

69 Prozent Berufsaussteigerinnen in MINT

Die Studienergebnisse belegen auch einen deutlichen Gender Gap bei den MINT-Berufsabbrüchen. Weniger als ein Drittel (31 %) der Frauen, die eine MINT-Ausbildung absolviert haben, sind auch beruflich im MINT-Feld tätig – bei den Männern sind es 57 %. Eine zusätzliche Regressionsanalyse zeigt zudem: Frauen haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko, ihren MINT-Beruf wieder zu verlassen, als Männer.

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Die Studie wurde im Auftrag des Österreichischen Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen seitens L&R Sozialforschung und dem Institut für Höhere Studien (IHS) durchgeführt.