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Steiermark präsentiert erste umfassende MINT-Strategie
Die Zukunft der Steiermark als moderner Bildungs-, Wirtschafts- und Innovationsstandort hängt entscheidend davon ab, wie gut es gelingt, Kinder und Jugendliche früh für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – zu begeistern. Eine MINT-Strategie, umgesetzt von Partner:innen des Science Gardens – soll helfen dieser Herausforderung strukturiert zu begegnen.
2024 wurde eine eigene MINT-Koordinationsstelle beim Science Garden geschaffen. Im Auftrag des Landes Steiermark als MINT-Koordinationsstelle wurde gemeinsam mit rund 70 Partner:innen aus Bildung, Wirtschaft und Regionen nun eine umfassende MINT-Strategie entwickelt.
Vier Bausteine für eine starke MINT-Landschaft
Im Zentrum der Strategie steht die Bündelung und Koordination aller steirischen MINT-Aktivitäten sowie der Aufbau eines breiten Netzwerks mit klaren Schnittstellen zur Bildungslandschaft. Dazu wurden in 15 Kapiteln konkrete Handlungsfelder entlang der gesamten Bildungskette definiert – vom Kindergarten bis zum Berufseinstieg. Definiert wird die Strategie durch vier zentrale Bausteine:
Ein starkes MINT-Netzwerk als strukturierte Plattform der Zusammenarbeit, ein flächendeckender MINT-Frühstart ab dem Kindergarten, eine gezielte MINT-Awareness bei Eltern, Lehrkräften und Betrieben sowie eine konsequente MINT-Qualität in der Angebotsgestaltung und Umsetzung.
Vom Monitoring über Mentoring zum Erlebnis
Die Kapitel „Erkenntnis“ und „Potenzial“ legen den analytischen Rahmen der Strategie und zeigen deutlich auf, wo die Herausforderungen liegen und auf welche bestehenden Stärken die Steiermark bereits aufbauen kann.
Ein landesweites Monitoring sowie zahlreiche bereits etablierte Angebote – wie das MINT-Gütesiegel für Schulen – bilden die Grundlage für den weiteren Ausbau.
Im Bereich der Elementarpädagogik setzt das Kapitel „Neugier“ an.
Kindergärten sollen verstärkt MINT-Themen aufgreifen – unterstützt durch eigens entwickelte Lernmaterialien und Fortbildungen. Darauf aufbauend rückt „Talente“ die Pflichtschulen in den Fokus, mit dem Ziel, MINT in allen Fächern erlebbar zu machen und außerschulische Lernorte aktiv einzubinden.
„Perspektive“ widmet sich den weiterführenden Schulen sowie der Lehre und zeigt auf, wie durch enge Kooperationen mit der Wirtschaft praxisnahe MINT-Berufsorientierung gelingt. Ergänzt wird dies durch das Kapitel „Engagement“, das Eltern gezielt anspricht und durch Informations- und Freizeitangebote in ihrer Rolle als Wegbegleiter:innen stärkt.
Mit „Selbstvertrauen“ wird ein klares Zeichen für mehr Chancengerechtigkeit gesetzt.
Das Kapitel fordert Maßnahmen speziell für Mädchen – etwa durch Mentorinnenprogramme und weibliche Vorbilder in Technik und Wissenschaft.
Die Kapitel „Wachstum“ und „Erlebnisse“ unterstreichen die Bedeutung regionaler Verankerung. Die MINT-Regionen werden durch gezielte Netzwerke mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen gestärkt. Der Science Garden fungiert dabei als zentrale Plattform für über 790 buchbare MINT-Erlebnisse jährlich und wird als Qualitätssicherungsstelle weiter ausgebaut.
Die MINT-Strategie Steiermark versteht sich als dynamischer Handlungsrahmen für alle Beteiligten. Sie schafft eine gemeinsame Basis, um Begeisterung für MINT zu wecken, Bildungsgerechtigkeit zu fördern, Fachkräftepotenziale zu heben und die Innovationskraft des Standorts nachhaltig zu sichern.
